inkommodieren

Ein altes Verb, das im 17. Jh. aus dem Französischen eingedeutscht wurde: Synonym für stören, hindern oder lästig fallen oder nerven.

Goethe hat es benutzt und Schiller auch:

„Man muß die Leute inkommodieren, ihnen ihre Behaglichkeit verderben, sie in Unruhe und in Erstaunen setzen.“

gespendet von Elke P, am 2.02.2013

Kaleidoskop

Neubildung in England zu gr. kalós „schön“, gr. eidos „Bild, Gestalt“ (zu gr. idein „sehen“) und gr. skopein „schauen“ in Analogie zu Mikroskop. Somit also ein „Gerät“ zum Betrachten von schönen Bildern“ (entstanden 1815).

Quelle: Kluge. Etymologgisches Wörterbuch, Walter de Gruyter, 2002

(gr.) „Schönbildseher“, optisches Spielwerk || kaleidoskopisch; in buntem Wechsel, bunt

Quelle: Duden. Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bibliographisches Institut. Leipzig und Wien, 1905

1. optisches, in seiner Form an ein Fernrohr erinnerndes Spielzeug, bei dem durch mehrfache Spiegelung von bunten Glassteinchen im Innern, die sich durch Drehen jeweils anders zusammenfügen, wechselnde geometrische Bilder und Muster erscheinen

2. lebendig-bunte [Bilder]folge; buntes Allerlei, bunter Wechsel bei etwas

BEISPIEL:
– ein [buntes] Kaleidoskop von Stimmen, Farben, Eindrücken

Quelle: https://www.duden.de/rechtschreibung/Kaleidoskop

Kulturbeutel

Kulturbeutel, der:

„Beutel oder Tasche [mit Fächern] zur Aufbewahrung von Toilettensachen während einer Reise; Toilettentasche“

Quelle: Duden 1989

 

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Lichtspiel

Lichtspiel, das

(veraltend): Film (3a)

Film (3.a): mit der Filmkamera aufgenommene Abfolge von bewegten Bildern, Szenen, Handlungsabläufen, o.ä., die zur Vorführung im Kino od. Fernsehen bestimmt ist […]

Lichtspielhaus, das (veraltend): Kino
Lichtspieltheater, das (veraltend): Kino

Quelle: Duden, Deutsches Universalwörterbuch A-Z, 2. Ausgabe, 1989

Obacht!

gespendet von Anne Rother am 1. Februar 2013:

Hallo zusammen, heute zum Wochenende möchte ich noch ein Wort spenden: Obacht! Obacht ist laut Grimmsches Wörterbuch eine Wortbildung des 17. Jahrhunderts, das kann ja jeder selbst nachlesen. Ich möchte ausdrücklich dieses Obacht! mit Ausrufezeichen spenden. Ich finde es sehr schön, aber eben auch sehr selten, wenn jemand einen mit Obacht! vor einer Pfütze warnt, vor Hundesscheiße oder einer S-Bahn. Daher wäre mir sehr daran gelegen, dass sich Menschen, die Ähnliches für das Wort empfinden, seiner annehmen und es durch gepflegten Gebrauch erhalten. In diesem Sinne: Obacht! Bayern spielt morgen gegen Mainz.

Paternoster

(1) Paternoster, das [lat. pater noster = unser Vater; Anfangsworte des Gebets (Matth. 6,9)]: Vaterunser

(2) Paternoster, der [kurz für: Paternosterwerk, meist Bez. für ein Wasserhebewerk mit einer endlosen Kette ; nach den aneinandergereihten Perlen der Paternosterschnur ( = älter für „Rosenkranz“)]: Aufzug mit mehreren vorne offenen Kabinen, die ständig in der gleichen Richtung umlaufen

Quelle: Duden, Deutsches Universalwörterbuch A-Z, 2. Ausgabe, 1989

 

Pest, die

Pest, die [lat. pestis, H. u.] epidemisch auftretende, mit hohem Fieber u. eitrigen Entzündungen verbundene ansteckende Krankheit, die oft tödlich verläuft: die P. bricht aus, geht um, herrscht, wütet; er hatte die P.; an der P. sterben, jmdn., etw. wie die P. (ugs. emotional, überaus, sehr9 meinden, fürchten, hassen…“

Quelle: Duden, Deutsches Universalwörterbuch A-Z, 2. Auflage, Dudenverlag Mannheim/Leipzig/Wien/Zurück, 1989

Pest Sf std. (14. Jh., Form 16.Jh.). Wie in anderen europäischen Sprachen; zuvor mhd. pestilenz, pestilencia. m./f. Entlehnt aus l. pestilentia, das auf  l. pestis ‚Seuche, Unglück‘ zurückgeht.“

Quelle: Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 24. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/New York, 2002

 

Pianoforte

„Pianoforte [italien. ‚leise-laut‘], Kurzform Piano, ein Klavier, dessen Saiten mit sogleich zurückfallenden Hämmerchen angeschlagen werden. Der Name besagt, daß das Instrument je nach Anschlag in verschiedenen Lautstärken gespielt werden kann.“

Meyers Taschenlexikon Musik in 3 Bänden, Bibliographisches Institut, Mannheim, 1984

Poesiealbum

Poesiealbum, das

„(bes. bei Kindern und jungen Mädchen) Album, in das Freunde zur Erinnerung Verse u. Sprüche schreiben“

Quelle: Duden, Deutsches Universalwörterbuch A-Z, 2. Ausgabe, 1989

Polylux

Tageslichtprojektor, auch neudenglisch „Overheadprojektor“ genannt.

Das Wort stammt aus der ehemaligen DDR.  Der Polylux war aus Schulen nicht wegzudenken und war neben der Tafel ein wichtiges Unterrichtsmittel, das zur Projektion von Folien eingesetzt wurde.

Auszug aus dem Eintrag in Wikipedia zum Polylux (Stand 11.02.2013): 

„Das Wort Polylux (aus dem Griechischen und Lateinischen: „viel Licht“) erfand Erich Schöpe, Diplom-Physiker und ehemaliger Entwicklungsleiter des Polylux-Herstellers. Heute besitzt es zum einen als typisches DDR-Wort Kultstatus und ist zum anderen im aktuellen Sprachgebrauch in den Neuen Bundesländern noch weit verbreitet.“