abgeneigt
alsbald
gemeldet von: Norbert Drewes am 8. März 2013
Es ist mir wichtig, weil / dazu gibt es folgende Geschichte:
Ich melde hiermit das schöne Adverb „alsbald“ und bitte um regen Gebrauch, besonders gerne auch als Ersatz für das unsägliche „zeitnah“ oder, noch schlimmer, „asap“. Gibt es eigentlich mittlerweile ein Gesetz, das in Besprechungen die Verwendungen solcher Wörter wie „sofort“, „bald“, „zügig“, meinetwegen auch „hurtig“ oder „flugs“ unter Strafe gestellt hat? Das darf doch nicht sein, deshalb bitte ich darum, „alsbald“ alsbald zu verwenden, um es vom Schrottplatz „Papierdeutsch“ wieder in wirkliche Leben zurück zu bringen.
Folgenden Satz möchte ich für dieses Wort spenden:
Ich werde das Schriftstück alsbald verfertigen.
anheim
in anheimstellen, anheimfallen, anheimgeben
Adverb, erweiterter Sprachgebrauch, obsolet, phraseologisch festgelegt (15.Jh).
Der Funktion nach ein verstärktes Richtungsadvern „hin“ zu mittelhochdeutsch (oberdeutsch)
‚anheim‘ – „anwesend“; zu ‚Heim‘ wie ‚daheim‘
Quelle: Kluge, etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 24. Auflage
anheimstellen:
jmdm. etwas anheim stellen: jmdm. etwas überlassen
Quelle: Duden, Deutsches Universalwörterbuch, 1989
Eintrag zu „anheim“ im Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Uni Trier
gespendet von: Anne Rother am 3.01.2013