Wie gerne ginge ich mal wieder zu einem Liederabend – Gesang mit Pianoforte. In einem kleinen Salon mit Wandteppichen, kleinen Statuetten und ausladenden Palmen. Das wäre doch was! „Pianoforte“ klingt so gediegen. Obwohl es sich ja genau genommen um ein Klavier handelt. Bei Klavier ist man aber wahrscheinlich eher geneigt, an Klavierunterrichtsstunden und die dissonanten Übungskadenzen zu denken, die zu einem unfreiwillig aus einer fremden Wohnung ans Ohr dringen. Oder an Möbelumzüge mit Klavieren, die bereits jahrelang verstimmt in einer Ecke standen. Wunderschöne Erbstücke. Oder an Loriots wunderbaren wie peinsamen Sketch, in dem die Familie zum wiederholten Male mit minutiös geprobter Spontani Weiterlesen